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Bauernhof – Ruine – Baudenkmal

Hof Grube in Lüdinghausen-Seppenrade
von Johannes Busch und Ludger Schröer (Hrsg.)

Höfe und Familien in Westfalen und Lippe, Band 8
Lage 2017, 144 Seiten, ISBN 978-3-89918-057-2, 24,90 Euro

Die Entdeckungsreise in die Geschichte des ehemaligen Hofes Grube in Lüdinghausen-Seppenrade begann 2003. Wegbegleiter waren Archäologen, Historiker, Hausforscher, Landschaftspfleger, Architekten, Zimmerer und Maurer. Über zehn Jahre haben sie im Haus und auf dem Gelände gegraben, gebohrt, gemessen, abgetragen und aufgebaut. Im Mittelpunkt aller Anstrengungen stand das älteste noch erhaltene Bauernhaus Westfalens von 1517. Erstmals wird in diesem Buch umfassend die Geschichte der Hofanlage und damit auch ein Stück westfälischer Kulturgeschichte anschaulich erzählt und reich bebildert.

Lippische Wald- und Forstgeschichte

Von den Anfängen bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts
von Ralf Faber

686 Seiten, Lage 2017, ISBN 978-3-89918-052-7, 24,90 Euro

Das Buch ist ein „Muss“ für jeden Wald- und Naturfreund, für jeden an Geschichte und Umwelt Interessierten und für jeden Lipper: es gibt einen ausgezeichneten Überblick über die lippische Forstgeschichte, beginnend bei den Anfängen der Waldbewirtschaftung und endend mit der Bewältigung der durch den 2. Weltkrieg verursachten Schäden am Wald.

Diese auf jahrelangem Quellenstudium in Archiven beruhende Untersuchung reiht sich hervorragend in die Reihe anderer Monographien zu lippischen Themen ein und schließt eine Lücke über die Geschichte einer Landnutzungsform in Lippe, die heute noch rund 30 % der Fläche des Landkreises Lippe einnimmt.

Familienschätze

Herausgegeben von der Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung e. V.

58 Seiten, Lage 2017, ISBN 978-3-89918-056-5, 4,90 Euro

2015 erschien erstmals, im Zusammenhang mit einer Plakatausstellung, der Band „Familienschätze – Einzigartige Geschichten“. Wir bekamen viele positive Rückmeldungen. Anlässlich des 7. Westfälischen Genealogentags in Altenberge legen wir nur einen zweiten Band mit weiteren interessanten Familienschatzgeschichten vor.
Familienschätze, oftmals gegenständliche Quellen, bilden sehr oft Puzzleteilchen von Handlungskomplexen im Alltag eines Familienmitglieds. Mit der Weitergabe solcher Familienschätze kann man sich ideell in eine andere Zeit und in andere Lebensumstände zurückversetzen, die die eigene Familie geprägt haben. Gleichzeitig ist es möglich, dass durch die Faszination des zunächst banal wirkenden Erbstücks Interesse und Verständnis geweckt oder verschüttete Informationen freigesetzt werden. So manche entdeckte Geschichte zu einem Döschen, einer Suppenkelle oder mit Monogrammen bestickter Wäsche kann in die eigene Familiengeschichtsschreibung eingebunden werden. Wie bereits im erster Band, wurden alle Texte von dem jeweiligen Besitzer eines Familienschatzes verfasst und mit Fotomaterial versehen.

Nordmünsterland: Forschungen und Funde, Band 3

Herausgegeben von der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e. V.

287 S, Lage 2016, ISBN 978-3-89918-053-4, 14,90 Euro

Aufsätze:

  • Sebastian Schröder: Das Holzgericht – Untersuchungen zu seiner sozialen Funktion an nordwestfälischen Beispielen
  • Johannes Hofmeister: Die Fotografien des Naturschutzpioniers Dr. Hermann Reichling (1890-1948) aus dem Nordmünsterland
  • Christof Spannhoff: Das Namenglied katten- in Orts- und Siedlungsnamen am Beispiel Kattenvennes (Gemeinde Lienen, Kreis Steinfurt)
  • Alfred Wesselmann: 34 französische Soldaten als kleine Plagegeister? Das zentrale Fronterlebnis eines Lengericher Pfarrerssohns im Ersten Weltkrieg. Ein Kriegsverbrechen?
  • Quellenabdruck: Aus großer Zeit – Lebensbild eines Frühvollendeten. Ein Erinnerungsbuch über den gefallenen Lengericher Pfarrerssohn Walther Kerstein (1897–1916)
  • Sebastian Schröder: „unndt alle mit einander der Augspürgischen confession zugethaen gewesen“. Erinnerungen und Wahrnehmungen der Reformation im Stift Leeden in einem Zeugenprotokoll von 1630
  • Christof Spannhoff: Von Fakten und Fiktionen: Die Ursprünge der Edelherren von Steinfurt
  • Peter lisch: Der Metelener Stadtbrand von 1815; Sebastian Kreyenschulte: Aus den Erinnerungen des Landwirtes Carl Heinrich Hovekamp (1888–1941) – ein Quellenabdruck
  • Peter Ilisch: Das „Alte Rockelsche Registrum“ – Ein privates Einnahmeregister des Drosten von Bevergern Caspar Valcke
  • Sebastian Kreyenschulte: Ein ingen-Name im Altniederdeutschen: Der Ortsname Wettringen (Kreis Steinfurt).

Von Bauern zu Bürgern

kreyenschulteGeschichte der Familien Rohling/Roling aus Neuenkirchen bei Rheine
von Sebastian Kreyenschulte

462 Seiten, Lage 2016, 978-3-89918-049-7, 24,90 Euro
(zur Zeit leider vergriffen)
Zum Autor: Sebastian Kreyenschulte

Erstmals im Jahr 1400 taucht im nördlichen Münsterland, in der Bauerschaft Offlum des Kirchspiels Neuenkirchen, der Halberben-Hof Roling in der schriftlichen Überlieferung auf. Die Geschichte dieses Hofes endet im frühen 18. Jahrhundert mit der dem Verkauf wegen zu hoher Verschuldung und der Teilung des Gutes. Bereits im frühen 17. Jahrhundert, als der Hof teilweise fremd bewirtschaftet wird, bewegen sich Söhne des Hofes in Kirchspiel und Wigbold Neuenkirchen, erreichen den Bürgerstatus, führende Ämter im Weichbild und können daher vorteilhafte Heiratsverbindungen eingehen. Zwar führen einige Linien in Handwerkerfamilien, doch die überwiegende Zahl der Roling bzw. Rohling erreicht oder bewahrt im 18. und 19. Jahrhundert den Aufstieg ins Bürgertum.
Durch Heiraten mit Familien überwiegend des Wirtschaftsbürgertums in Neuenkirchen, Wettringen, Rheine, Stadtlohn, Bochholt, Oeynhausen, Coesfeld, Münster, Osnabrück, Attendorn, Köln, Hamburg, Amsterdam, Alkmaar, Rotterdam usw. verbinden sich Rohling-Söhne und -Töcher alsbald mit den Hötte, Hüffer, Deiters, Driessen, Storp, Wagener, Stroetmann, Hoffschulte, Coppenrath, Rave, Zumloh, Brennikmeyer, Sültemeyer, Meinau, Schmitz, Kruse, Lansing, Schulte-Ohne, Dücker, Fremann, Gaußelmann, Kauling, Hecking, Brüning, Vissing, Jupsien, Goebel, Kerstiens, Albers, Bonnike, de Bilherbon, Sterneberg, van Spanje, Verhoeven und anderen.
Nicht nur innnerhalb der Kaufleute-, Verleger-, und Fabrikantenfamilien Rohling bzw. Roling ist eine deutliche Tendenz zum Handel in den Niederlanden erkennbar. Auch die Heiraten der Kleinhändler und Ladenbesitzer dieses Namens, die es aus Neuenkirchen nach Salzbergen bzw. die niederländischen Städten Leiden, Dokkum, Haarlem, Utrecht, Sneek, Zaanstad, Leeuwarden, Uden usw. ziehen, offenbaren eine besondere Affinität zum Textilhandel und -Verkauf.
Einige, über die jeweiligen Wohn- und Wirkungsorte der Familien hinausreichende Persönlichkeiten aus der Familie Rohling: Prof. Dr. Oswald Rohling OP (1908–1974), Dominkanerpater, Biologe und Geologe, Rektor der Fachhochschule Vechta; Prof. Dr. August Rohling (1839–1931), Antijüdischer Theologe und Altertumswissenschaftler an der Deutschen Universtität Prag; Dr. Heinrich Rohling (1784–1861), Domkapitular im Bistum Münster und Schuldechant des Kreises Lüdinghausen; Dr. Eugen Rohling (1841–1865), Historiker an der von Leopold von Ranke gegründeten Historischen Kommission der Königlich Bayrischen Akademie der Wissenschaften; Dr. Ludwig Rohling (1907–1972), Norddeutscher Kunsthistoriker und Universitätsdozent; Dr. Hedwig Rohling (1890–1967), Stadtärztin von Köln sowie Frans Rohling (1900–1982), Niederländischer Staatsanwalt, Richter und Politiker.

Leopoldinum I in Detmold

978-3-89918-050-3Ein Schülerleben am Leopoldinum I zu Detmold
Ernstes und Heiteres aus der Höheren Lehranstalt 1958-1966
von Rudolf Hüls

Mit einem Beitrag von Peter Schütze
154 Seiten, Lage 2016, ISBN 978-3-89918-050-3, 14,90 Euro

Eine kräftige Prise Feuerzangenbowle, eine Menge Zeitkolorit der 1960er Jahre, ein gutes Stück Autobiographie: das ist der Mix, mit dem der Historiker Dr. Rudolf Hüls seine Schulzeit am Detmolder Leopoldinum I lebendig werden lässt.

Schule aus der „Frosch-Perspektive“ eines engagierten Schülers – das ist zugleich eine mit zahlreichen Fotos und Dokumenten versehene wesentliche Ergänzung zu der aus Anlass des 400-jährigen Jubiläums im Jahre 2002 erschienenen Schulchronik. Und es ist auch, bei allen kritischen Untertönen, eine heimliche Liebeserklärung an die alte „Penne“.

Ein Beitrag des Germanisten Dr. Peter Schütze geht mit viel Herzblut auf einen 1965 errichteten „Leuchtturm“ des Leopoldinum I ein, nämlich die Theater-AG, die durch ihn wesentlich mitgeprägt worden ist. Auch hier wird der Leser sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken angeregt.

Diestelbruch

978-3-89918-051-8Von der Bauerschaft Leistrup-Meiersfeld zum Ortsteil der Stadt Detmold
von Roland Linde

Herausgegeben vom Verein Unser Diestelbruch e. V.
268 Seiten, Festeinband, Lage 2016, ISBN 978-3-89918-051-0, 18 Euro

Diestelbruch, das Dorf am Leistruper Wald, kann auf 900 Jahre urkundlich dokumentierter Geschichte zurückblicken. Bereits im frühen 12. Jahrhundert gab es drei Höfe in Leistrup, seit dem späten 16. Jahrhundert entstanden zahlreiche Kötterstätten in Diestelbruch und Hülsen. In neuerer Zeit wuchsen die drei Siedlungen schließlich zu einem Dorf zusammen.

Der Historiker Roland Linde erzählt in diesem Buch die Geschichte des Dorfes mit besonderem Augenmerk auf die jüngere Entwicklung der Dorfgemeinschaft und der Vereine, auch der rasche Aufstieg und Niedergang des Fremdenverkehrs in Diestelbruch in der Nachkriegszeit wird beleuchtet. Eigene Kapitel sind dem Leistruper Wald und den alten Höfen und Stätten gewidmet.

Der Journalist Manfred Hütte hat für seinen Gastbeitrag Interviews mit alten und jungen Diestelbruchern geführt. Eindrucksvolle aktuelle und historische Fotos runden das Buch ab.

Bad Meinberg

978-3-89918-047-3Kirchdorf und Kurort
von Roland Linde und Dina van Faassen

Herausgegeben vom Verein 1000 Jahre Meinberg e. V.
320 Seiten, Festeinband, Lage 2016, ISBN 978-3-89918-047-3, 21 Euro
Erscheint am 2. Juni 2016

Mehr als tausend Jahre Meinberger Ortsgeschichte gibt es nun endlich in kompakter Buchform. Das neue, vom Verein 1000 Jahre Meinberg herausgegebene Buch „Bad Meinberg – Kirchdorf und Kurort“ deckt erstmals das ganze Spektrum der dörflichen Entwicklung ab – Höfe und Häuser, Landwirtschaft und Gewerbe, Kirchen und Schulen, Vereinswesen und Kommunalpolitik, Kriegs- und Friedenszeiten, interessante Persönlichkeiten und Begebenheiten, Kurangebote und Fremdenverkehr.

Der aus Horn stammende Historiker Roland Linde (Detmold) erzählt die Geschichte des Dorfes von den frühmittelalterlichen Anfängen bis zum Beginn des vorigen Jahrhunderts. Seine Fachkollegin Dina van Faassen (Paderborn), die einige Jahre in Wilberg lebte, hat sich intensiv mit der jüngeren Vergangenheit des Ortes von der Kaiserzeit bis zur Kommunalreform befasst. Eine reiche Auswahl an historischen und aktuellen Zeichnungen, Gemälden und Fotos macht die Entwicklung anschaulich und lädt zum Entdecken und Erinnern ein.

Viele Horn-Bad Meinberger machten dafür ihre Bildschätze zugänglich, unter anderem der Sammler Herbert Penke aus Horn und die Familie Platena-Mönnich als Nachkommen der Meinberger Fotochronisten August und Rudolf Schönlau. Weiteres Bildmaterial stammt aus den Archiven, Bibliotheken und Museen der Umgebung.

Die Veröffentlichung wurde durch die Stadt Horn-Bad Meinberg, den Lippischen Heimatbund und die Volksbank Paderborn-Höxter-Lippe gefördert. Für den Vorsitzenden des Vereins 1000 Jahre Meinberg, Prof. Dr. Thomas Platena, schließt sich mit der Veröffentlichung ein Kreis, denn die Ausrichtung des großen Jubiläums im Jahre 1978 hat einst zur Gründung des Vereins geführt, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Meinbergs historisches Erbe zu bewahren und den Einwohnern und Gästen des Kurortes zu vermitteln.

StadtanzeigerBesprechung im Stadtanzeiger vom 9. Juni 2016, S. 24-25

 

Der Blaudruck in Lippe

Sprenger Blaudruck in LippeBlaudruck in Lippe
von Gertrud Sprenger

Lage 2016, 195 Seiten, ISBN 978-3-89918-048-0, 20 Euro

„In Schwalenberg gab es damals die letzte Blaudruckwerkstatt des Landes. Neben der Haustür des Blaudruckers Kleinsorge hing ein blau gedrucktes Firmenschild, und wenn man in seinen Geschäftsraum eintrat, um mit ihm über sein Handwerk zu sprechen, musste man auf blau gedrucktem Stuhlkissen Platz nehmen. Die Tischdecke, die Fenstervorhänge, die Sofadecke – alles hatte er selber bedruckt. Auf der Innenseite der Schranktür hing ein Mustertuch, aus dem sich die Kunden ein Muster aussuchen konnten …“

Gertrud Sprenger schrieb das vorliegende Buch 1948 als Staatsexamensarbeit. Sie behandelte das Thema unter volkskundlichen und historischen Gesichtspunkten. In den Archiven fand sie ein so reiches Material zum Aufstieg und Niedergang der Schwarz- und Schönfärberzunft seit dem 17. Jahrhundert, dass es lohnend erschien, die Geschichte dieses Handwerks zu verfolgen.

Das Blaudrucker-Handwerk ist inzwischen weitgehend ausgestorben, mit diesem Buch aber wird die Erinnerung daran wach gehalten. Die über 200 Abbildungen von Blaudruckmuster-Modeln, die größtenteils längst vernichtet sind, machen den besonderen Reiz dieses informativen Bildbandes aus und verdeutlichen die beschriebene Druck- und Färbetechnik sehr anschaulich.

Die Familie von Donop und das Rittergut Wöbbel

978-3-89918-045-9von Roland Linde (Hg.)

307 Seiten, Festeinband, Lage 2015, ISBN 978-3-89918-045-9, 27,50 Euro (vergriffen)

Von ritterlichen Dienstmannen zu modernen Landwirten: Die Familie von Donop

Die Familie von Donop gehört seit dem Mittelalter zu den Adelsgeschlechtern, die Lippes Entwicklung mitgeprägt haben. Die Geschichte derer von Donop und ihres Stammsitzes Gut Wöbbel ist nun wissenschaftlich aufgearbeitet worden und liegt in Buchform vor.

„Doh’nup“, „da hinauf“ – mit diesem Schlachtruf soll der Urahn der Familie eine Burg erstürmt haben, die Steigleiter im Wappen der Familie zeuge davon. So heißt es in einer alten Familienlegende. Tatsächlich ist die Familie nach ihrem Ursprungsort Donop benannt worden. 1227 ist „Johan de Donepe“ als ritterlicher Dienstmann der Grafen von Schwalenberg urkundlich nachweisbar. Um 1540 hatte sein Nachfahre Anton von Donop die Burg Horn in Pfandbesitz. Um sie wieder in gräfliche Verfügung zu bringen, bot ihm die vormundschaftliche Regierung einen gleichwertigen Ersatz an – das Lehnsgut Wöbbel. Anton griff zu und bezog 1550 mit seiner Familie das Anwesen oberhalb der Emmer. Seitdem ist die Hauptlinie der Familie in Wöbbel ansässig. Das älteste Gebäude, das sogenannte Junkerhaus, stammt aus dieser Zeit.

Auf dem Höhepunkt der Macht und des Wohlstandes der Familie ließ Landdrost Levin Moritz von Donop, der lippische Regierungschef, ab 1684 das Schloss Wöbbel errichten, einen der wichtigsten Barockbauten Lippes. Aus dem Nachlass des Landdrosten wurde auch der Neubau der benachbarten Wöbbeler Pfarrkirche finanziert. Der Sohn und Erbe Carl Moritz von Donop erwarb den Titel eines Reichshofrates und verprasste auf Gut Himmighausen sein Vermögen mit luxuriöser Hofhaltung und „venezianischen Nächten“. Immer mehr zeigten sich die Folgen einer „Gemütskrankheit“, der 1755 verstorbene Carl Moritz von Donop verbrachte schließlich seine letzten Jahre in strengem Gewahrsam im Kloster Herstelle.

In den folgenden Generationen verdingten sich die Nachkommen in auswärtigen Militärdiensten und knüpften enge berufliche und familiäre Bindungen nach England. Die Gutswirtschaft in Wöbbel brachte aber erst Elise von Donop ab 1880 wieder in Blüte, eine Fabrikantentochter aus dem sächsischen Zittau. Ihr Enkel Tönnies-Volkmar und seine Frau Ingeburg  standen ab 1953 vor der Herausforderung des Strukturwandels in der Landwirtschaft. Sie entschlossen sich dazu, das Schloss zu verkaufen, die Gebäude des alten Gutshofes zu verpachten und eine damals hochmoderne Hofanlage außerhalb des Dorfes am Nessenberg zu bauen.

Das Buch „Die Familie von Donop und das Rittergut Wöbbel“ entstand als Festgabe zum 90. Geburtstag von Tönnies-Volkmar von Donop. Es wurde von Dina van Faassen, Susanne Sprenger Thieme und Roland Linde erarbeitet, Heinrich Stiewe steuerte einen Beitrag zur Baugeschichte des Schlosses und Gutshofes bei. Das Ergebnis ist ein 307 Seiten starkes, reich illustriertes Buch, das sich auch an heimatkundlich und geschichtlich