Archiv der Kategorie: Ortschroniken

Diestelbruch

978-3-89918-051-8Von der Bauerschaft Leistrup-Meiersfeld zum Ortsteil der Stadt Detmold
von Roland Linde

Herausgegeben vom Verein Unser Diestelbruch e. V.
268 Seiten, Festeinband, Lage 2016, ISBN 978-3-89918-051-0, 18 Euro

Diestelbruch, das Dorf am Leistruper Wald, kann auf 900 Jahre urkundlich dokumentierter Geschichte zurückblicken. Bereits im frühen 12. Jahrhundert gab es drei Höfe in Leistrup, seit dem späten 16. Jahrhundert entstanden zahlreiche Kötterstätten in Diestelbruch und Hülsen. In neuerer Zeit wuchsen die drei Siedlungen schließlich zu einem Dorf zusammen.

Der Historiker Roland Linde erzählt in diesem Buch die Geschichte des Dorfes mit besonderem Augenmerk auf die jüngere Entwicklung der Dorfgemeinschaft und der Vereine, auch der rasche Aufstieg und Niedergang des Fremdenverkehrs in Diestelbruch in der Nachkriegszeit wird beleuchtet. Eigene Kapitel sind dem Leistruper Wald und den alten Höfen und Stätten gewidmet.

Der Journalist Manfred Hütte hat für seinen Gastbeitrag Interviews mit alten und jungen Diestelbruchern geführt. Eindrucksvolle aktuelle und historische Fotos runden das Buch ab.

Bad Meinberg

978-3-89918-047-3Kirchdorf und Kurort
von Roland Linde und Dina van Faassen

Herausgegeben vom Verein 1000 Jahre Meinberg e. V.
320 Seiten, Festeinband, Lage 2016, ISBN 978-3-89918-047-3, 21 Euro
Erscheint am 2. Juni 2016

Mehr als tausend Jahre Meinberger Ortsgeschichte gibt es nun endlich in kompakter Buchform. Das neue, vom Verein 1000 Jahre Meinberg herausgegebene Buch „Bad Meinberg – Kirchdorf und Kurort“ deckt erstmals das ganze Spektrum der dörflichen Entwicklung ab – Höfe und Häuser, Landwirtschaft und Gewerbe, Kirchen und Schulen, Vereinswesen und Kommunalpolitik, Kriegs- und Friedenszeiten, interessante Persönlichkeiten und Begebenheiten, Kurangebote und Fremdenverkehr.

Der aus Horn stammende Historiker Roland Linde (Detmold) erzählt die Geschichte des Dorfes von den frühmittelalterlichen Anfängen bis zum Beginn des vorigen Jahrhunderts. Seine Fachkollegin Dina van Faassen (Paderborn), die einige Jahre in Wilberg lebte, hat sich intensiv mit der jüngeren Vergangenheit des Ortes von der Kaiserzeit bis zur Kommunalreform befasst. Eine reiche Auswahl an historischen und aktuellen Zeichnungen, Gemälden und Fotos macht die Entwicklung anschaulich und lädt zum Entdecken und Erinnern ein.

Viele Horn-Bad Meinberger machten dafür ihre Bildschätze zugänglich, unter anderem der Sammler Herbert Penke aus Horn und die Familie Platena-Mönnich als Nachkommen der Meinberger Fotochronisten August und Rudolf Schönlau. Weiteres Bildmaterial stammt aus den Archiven, Bibliotheken und Museen der Umgebung.

Die Veröffentlichung wurde durch die Stadt Horn-Bad Meinberg, den Lippischen Heimatbund und die Volksbank Paderborn-Höxter-Lippe gefördert. Für den Vorsitzenden des Vereins 1000 Jahre Meinberg, Prof. Dr. Thomas Platena, schließt sich mit der Veröffentlichung ein Kreis, denn die Ausrichtung des großen Jubiläums im Jahre 1978 hat einst zur Gründung des Vereins geführt, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Meinbergs historisches Erbe zu bewahren und den Einwohnern und Gästen des Kurortes zu vermitteln.

StadtanzeigerBesprechung im Stadtanzeiger vom 9. Juni 2016, S. 24-25

 

Die Familie von Donop und das Rittergut Wöbbel

978-3-89918-045-9von Roland Linde (Hg.)

307 Seiten, Festeinband, Lage 2015, ISBN 978-3-89918-045-9, 27,50 Euro (vergriffen)

Von ritterlichen Dienstmannen zu modernen Landwirten: Die Familie von Donop

Die Familie von Donop gehört seit dem Mittelalter zu den Adelsgeschlechtern, die Lippes Entwicklung mitgeprägt haben. Die Geschichte derer von Donop und ihres Stammsitzes Gut Wöbbel ist nun wissenschaftlich aufgearbeitet worden und liegt in Buchform vor.

„Doh’nup“, „da hinauf“ – mit diesem Schlachtruf soll der Urahn der Familie eine Burg erstürmt haben, die Steigleiter im Wappen der Familie zeuge davon. So heißt es in einer alten Familienlegende. Tatsächlich ist die Familie nach ihrem Ursprungsort Donop benannt worden. 1227 ist „Johan de Donepe“ als ritterlicher Dienstmann der Grafen von Schwalenberg urkundlich nachweisbar. Um 1540 hatte sein Nachfahre Anton von Donop die Burg Horn in Pfandbesitz. Um sie wieder in gräfliche Verfügung zu bringen, bot ihm die vormundschaftliche Regierung einen gleichwertigen Ersatz an – das Lehnsgut Wöbbel. Anton griff zu und bezog 1550 mit seiner Familie das Anwesen oberhalb der Emmer. Seitdem ist die Hauptlinie der Familie in Wöbbel ansässig. Das älteste Gebäude, das sogenannte Junkerhaus, stammt aus dieser Zeit.

Auf dem Höhepunkt der Macht und des Wohlstandes der Familie ließ Landdrost Levin Moritz von Donop, der lippische Regierungschef, ab 1684 das Schloss Wöbbel errichten, einen der wichtigsten Barockbauten Lippes. Aus dem Nachlass des Landdrosten wurde auch der Neubau der benachbarten Wöbbeler Pfarrkirche finanziert. Der Sohn und Erbe Carl Moritz von Donop erwarb den Titel eines Reichshofrates und verprasste auf Gut Himmighausen sein Vermögen mit luxuriöser Hofhaltung und „venezianischen Nächten“. Immer mehr zeigten sich die Folgen einer „Gemütskrankheit“, der 1755 verstorbene Carl Moritz von Donop verbrachte schließlich seine letzten Jahre in strengem Gewahrsam im Kloster Herstelle.

In den folgenden Generationen verdingten sich die Nachkommen in auswärtigen Militärdiensten und knüpften enge berufliche und familiäre Bindungen nach England. Die Gutswirtschaft in Wöbbel brachte aber erst Elise von Donop ab 1880 wieder in Blüte, eine Fabrikantentochter aus dem sächsischen Zittau. Ihr Enkel Tönnies-Volkmar und seine Frau Ingeburg  standen ab 1953 vor der Herausforderung des Strukturwandels in der Landwirtschaft. Sie entschlossen sich dazu, das Schloss zu verkaufen, die Gebäude des alten Gutshofes zu verpachten und eine damals hochmoderne Hofanlage außerhalb des Dorfes am Nessenberg zu bauen.

Das Buch „Die Familie von Donop und das Rittergut Wöbbel“ entstand als Festgabe zum 90. Geburtstag von Tönnies-Volkmar von Donop. Es wurde von Dina van Faassen, Susanne Sprenger Thieme und Roland Linde erarbeitet, Heinrich Stiewe steuerte einen Beitrag zur Baugeschichte des Schlosses und Gutshofes bei. Das Ergebnis ist ein 307 Seiten starkes, reich illustriertes Buch, das sich auch an heimatkundlich und geschichtlich

Wöbbel

WöbbelGeschichte eines Dorfes in Lippe
von Roland Linde

Lage 2009, 304 Seiten, ISBN 978-3-89918-022-0, 22,90 Euro (leider vergriffen)

Wöbbel gehört zu den ältesten Dörfern Lippes. In diesem Buch wird die Geschichte des Ortes erstmals umfassend dargestellt, von den mittelalterlichen Anfängen bis zur Eingemeindung nach Schieder-Schwalenberg im Jahre 1970.

Rittergut und Kirche, Bauern und „kleine Leute“, Handwerk und Gewerbe, Vereine und Kommunalpolitik – alle Aspekte der ganz eigenen Entwicklung des Dorfes an der Emmer werden anschaulich geschildert. Viele Fotografien, Karten und Pläne runden die Darstellung ab. Das Buch ist für die ehemaligen und heutigen Bewohner Wöbbels ebenso interessant wie für alle, die sich mit lippischer Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und mit Höfe- und Familienforschung befassen.

Kachtenhausen

KachtenhausenEine lippische Ortsgeschichte einschließlich des Dorfes Wellentrup
von Roland Linde

mit einem Beitrag von Heinrich Stiewe

Lage 2004, 316 Seiten, ISBN 9-783-9808082-5-5, 21 Euro

Erstmals wird in diesem Buch die Geschichte des Dorfes Kachtenhausen bei Lage erzählt. Sie reicht von den mittelalterlichen Höfen und ihren grundherrschaftlichen Bindungen bis zur neuzeitlichen Ortschaft mit zahlreichen Firmen und vielfältigem Vereinsleben. Das kleine Nachbardorf Wellentrup, das stets eng mit Kachtenhausen verbunden war, wird in die Darstellung einbezogen.
Das Buch ist für die ehemaligen und heutigen Bewohner Kachtenhausens ebenso interessant wie für alle, die sich mit lippischer Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und mit Höfe- und Familienforschung beschäftigen. Mehr als 240 Fotografien, Karten und Zeichnungen runden die Darstellung ab. Autor des Buches ist der Historiker Roland Linde, einen Gastbeitrag über die historischen Gebäude steuert der Bauhistoriker Heinrich Stiewe bei.

Hardissen

Hardissen 01Hardissen
Eine lippische Ortsgeschichte
von Nicolas Rügge

unter Mitarbeit von Wilhelm Brinkmeyer  und Walter Pfaff

Lage 2001, 220 Seiten, ISBN 9-783-932136 -19-1, 19,90 Euro

Als Hardissen 1970 ein Ortsteil der Stadt Lage wurde, konnte die Gemeinde schon auf eine weit über 800jährige Vergangenheit zurückblicken. Von den traditionsreichen Höfen im fruchtbaren Land an Oetternbach und Bega bis zu Ausbau einer modernen Wohnsiedlung am Stadtrand zeichnet dieses Buch die Geschichte der Siedlungen Hardissen und Lückhausen erstmals auf.

In Wort und Bild werden die Entwicklungen der dörflichen Siedlung, Wirtschaft, Herrschaft und Kultur dargestellt, schließlich die Höfe und Häuse mit ihren Besitzern ausführlich dokumentiert. Zugleich versteht sich de Band als Beitrag zur lippischen Regional– und ländlichen Sozialgeschichte.