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Austellung und Buchvorstellung: Eisenbahn in Lage (Lippe)

Die Geschichte des größten lippischen Bahnhofs

Wir möchten Sie herzlich einladen zur Eröffnung der Ausstellung und zur Buchvorstellung Technikum Lage, Lange Straße 124 in Lage, Freitag 31. August, 18 Uhr

Lage ist seit dem Herbst 1880 an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Seither spielt die Bahn für Lage eine außerordentlich wichtige Rolle. Aber auch Lippe wird seit fast 140 Jahren vom Schienenverkehr geprägt.

Ausstellung und Buch gehen auf das Entstehen der Eisenbahnstrecken in unserer Region ein und weisen damit weit über Lage und Lippe hinaus. Ausstellung und Buch widmen sich der Bedeutung der Bahn für Lage und sind damit ein wichtiges Stück Wirtschafts- und Sozialgeschichte.

Konrad Soppa zeichnet eindrucksvoll nach, welche Spuren die Eisenbahn in der Lagenser Stadtgeschichte hinterlassen hat.

Der Autor ist ausgewiesener Fachmann für Eisenbahngeschichte. Für seine früheren Arbeiten wurde er bereits mit dem Lagenser August-Kluckhohn-Preis ausgezeichnet. Er stellt das Standardwerk zu diesem wichtigen Teil der Verkehrsgeschichte vor.

Veranstalter: Konrad Soppa und Dr. Hans Jacobs in Zusammenarbeit mit den Eisenbahnfreunden Lippe e. V. und der Stadt Lage

Zum Buch

Einladung zum Download

Dalborn

Chronik eines lippischen Dorfes
von Armin Kranzhoff

Mit zahlreichen Farbabbildungen
Lage 2018, 352 Seiten, Festeinband, ISBN 978-3-89918-062-6, 23 Euro

Dalborn, malerisch zwischen dem Talauen von Marpe und Passade und den Anhöhen des „Knicks“ gelegen, ist eine Perle unter den lippischen Dörfern. Die Natur ist noch intakt. Da das Dorf vor Zersiedlung, Verstädterung und Kommerzialisierung bewahrt blieb, ist das ursprüngliche Gepräge des ländlichen Raums weitgehend erhalten. Rund 90 Seelen zählt der Ort. Hier kennt jeder jeden. Hier fühlt man sich heimisch.

In dem im Hochmittelalter durch Rodung entstandenen und im Jahr 1256 erstmals urkundlich belegten „Waldhufendorf“ sind rund drei Viertel der Gebäude historische Fachwerkbauten. Ein Großteil davon wurde im Laufe der letzten Jahrzehnte restauriert. Zwei von ihnen stehen unter Denkmalschutz.

Das Buch schildert, wie die Menschen vormals gewohnt und gewirtschaftet haben. Es beschreibt das über Jahrhunderte währende, hierarchische Sozialgefüge des Dorfes und die Einbindung der Bauern in das feudalistische Lehnssystem. Er berichtet von Viehzucht und Ackerbau, von Handel und Gewerbe, von Glaube und kirchlichem Leben, von Schule und Erziehung, von Brauchtum und Sprache, von Sittenverstößen und Kriminalität, von Ernährung und Krankheiten, von Kriegszeiten und Plünderungen sowie von Wanderarbeit und Auswanderung.

Im Bestreben, die alten Zeiten wieder lebendig werden zu lassen, beläßt das Buch es aber nicht bei Sachinformationen, sondern führt auch das Alltagsleben und das persönliche Schicksal der vormaligen Bewohner auf erzählerische Weise vor Augen.

Schuckenhof

Wege und Schicksale in fünf Jahrhunderten

Von Ulrich Rottschäfer, mit Beiträgen von Roland Linde
(Höfe und Familien in Westfalen und Lippe Bd. 9)
Lage2018, 176 S., zahlreiche, meist farbige Abb., fester Einband, ISBN 978-3-89918-066-4, 24,90 Euro

Eine Hofgeschichte des 15. bis 19. Jahrhunderts, eingebunden in ihre kultur- und sozialgeschichtlichen Zusammenhänge, bisweilen sogar vor landesgeschichtlichem Panorama – der Autor erzählt die Chronik des ehemaligen Gutes Schuckenhof im heutigen Leopoldshöhe in spannenden, zum Teil dramatischen Geschichten.

Anhand der fünf Besitzerfamilien Schuckmann, von Wrede, von Kessel, von Piderit und von Borries werden die prägenden Persönlichkeiten und die Fülle konfliktreicher Ereignisse von den mittelalterlichen Anfängen bis zur Auflösung des Gutsbesitzes 1891 ebenso detailreich wie anschaulich vor Augen geführt.

Ein umfangreicher Anmerkungsapparat, ein Quellen- und Literaturverzeichnis sowie zahlreiche Abbildungen vervollständigen das Werk, das die regionale Höfegeschichte bereichert und eine wichtige Lücke in der Geschichte des lippischen Nordwestens schließt.

Ulrich Rottschäfer, der Autor des Werkes, ist dem ehemaligen Schuckenhof familiär eng verbunden. Als Verfasser zahlreicher kirchengeschichtlicher Werke legt der Theologe hiermit einen Beitrag zur ländlichen Sozialgeschichte und Höfeforschung vor. Unterstützt wurde er dabei von dem Landeshistoriker und Publizisten Roland Linde.

Erinnerungsarbeit

Erinnerungsarbeit zum deutsch-italienischen Kriegsleid 1943-45
von Christel Grote, Paul-Wolfgang Herrmann, August Nagel, Karl Schaper

Lage 2017, 62 Seiten, ISBN 978-3-89918-055-8, 14,90 Euro

Am 19. Juli 1944 besucht der „Duce“ Mussolini den Truppenübungsplatz in der Senne (Ostwestfalen), um den Ausbildungsstand der italienischen Division „Littorio“ zu überprüfen. Sie gehört zu den vier Divisionen, die Hitler Mussolini im September 1943 erlaubt.

Zur gleichen Zeit und nur wenige Kilometer entfernt sind im Stammlager 326 (VI K) Senne ca. 3000 gefangene italienische Soldaten registriert, die als „Italienische Militärinternierte“ (IMI) in der deutschen Wirtschaft Zwangsarbeit leisten müssen.

Die Außenminister Deutschlands und Italiens beschließen 2008 die Gründung einer Historikerkommission, die sich auch mit den deportierten „Italienischen Militärinternierten“ beschäftigen soll, um zur Schaffung einer gemeinsamen Erinnerungskultur von Deutschen und Italienern beizutragen. Auch der „Freundeskreis Vittore Bocchetta – NON DIMENTICARE e. V.“ in Detmold möchte zu dieser Erinnerungskultur beitragen.

Eine Arbeitsgruppe des Vereins geht auf Spurensuche in Ostwestfalen-Lippe, Salò am Gardasee, Costermano, Bozen, Fossoli, Carpi und Sant’ Anna di Stazzema. Sie zeigt auch, wie in einem Schulprojekt der EU die deutsch-italienische Geschichte 1943-1945 bearbeitet wird.

Schattenwelten

Aberglaube und Alltagsmagie im Blomberger Raum
von Sabine Schierholz

Lage 2017, 52 Seiten, ISBN 978-3-89918-061-9, 14,90 Euro

„Beiglaube“ nannten die alten Lipper ihren Glauben an die Schattenwelten, aus denen Goldfeuer, Weiße Frauen und Uphucker kamen und aus denen Kundige Gutes und Böses mit Magie herbei beschwören konnten. Für Menschen mit „der Gabe“ war Geheimhaltung ihrer Methoden oberstes Gebot! Durch Verrat verloren Zauber- und Segenssprüche ihre Wirkung und gerieten Frauen, wenn sie als Hexen angezeigt wurden, in tödliche Gefahr.

So ist nur wenig von den abergläubischen Vorstellungen überliefert, die früher den Lippern im Blomberger Raum die Welt ein bisschen verständlicher machten. Nur wenig ist erhalten von den Sprüchen, Amuletten und geheimen Zeichen, mit denen sie glaubten, das Schicksal beeinflussen zu können und womit sie hofften, Krankheiten, Unglück und Armut aus ihrem Leben verbannen zu können.

Und heute? Wo gibt es ihn noch, den alten Beiglauben? Brauchen wir ihn noch in unserer Lebenswelt? Und woran glauben wir?

Aus Lippe nach Afrika

Zwei Jahre in Nigeria
von Emma H. Berger

Lage 2017, 134 Seiten, ISBN 978-3-89918-060-2, 14,90 Euro

Dieser Roman beruht auf wahren und eigenen Erlebnissen, Erfahrungen und Begebenheiten der Autorin, die mit ihrer Familie nebst Kleinkind zwei Jahre in Nigeria/Westafrika gelebt hat.

Das Buch behandelt die Abenteuer, die überstanden werden mussten, das Zusammenleben mit den Einheimischen, die Probleme der sorgenvollen Mutter, die Erlebnisse des Vaters bei der beruflichen Arbeit, die gemeinsamen Ausflüge ins Landesinnere und zu den Nachbarländern mit den dazugehörenden Unwegsamkeiten.

Zwei Jahre hatte die Familie zu überstehen und auch zu genießen. Wie lebten bzw. überlebten sie?

Jahrbuch 2017

Historisches Jahrbuch Lage 2017
Mit einer Chronik der vergangenen zwei Jahre
von Hans C. Jacobs (Hg.)

Lage 2017, 184 Seiten, ISBN 978-3-89918-059-6, 16,90 Euro

Aus dem Inhalt:
Der Zieglerbrunnen
Die „Alte Burg“ früher und heute
Der Luftschutzraum am Bahnhof
Der Krug in Heiden in der frühen Neuzeit
Der Prozess zum Landfriedensbruch 1922
Chronik der Stadt Lage von Juni 2015 bis Mai 2017

Kleine Beiträge:
Akte im Stadtarchiv zu einer Dampfkraftanlage in Lage, Carl Rohdewald (1886-1915), Erduin Schondorff (1900-1948) – Vom Technikum Lage zum Klinkerwerk Sachsenhausen, Oskar Fichtner (1884-1957), Kluckhohnpreis für Christina Pohl, 5 Jahre Haft für Auschwitz-Wachtmann aus Lage-Hörste, Neuerscheinungen: Pottenhausen, 50 Jahre Lippischer Heimatbund, Geschichte der lutherischen Kirche am Sedanplatz, 90 Jahre AWO Lage

Bauernhof – Ruine – Baudenkmal

Hof Grube in Lüdinghausen-Seppenrade
von Johannes Busch und Ludger Schröer (Hrsg.)

Höfe und Familien in Westfalen und Lippe, Band 8
Lage 2017, 144 Seiten, ISBN 978-3-89918-057-2, 24,90 Euro

Die Entdeckungsreise in die Geschichte des ehemaligen Hofes Grube in Lüdinghausen-Seppenrade begann 2003. Wegbegleiter waren Archäologen, Historiker, Hausforscher, Landschaftspfleger, Architekten, Zimmerer und Maurer. Über zehn Jahre haben sie im Haus und auf dem Gelände gegraben, gebohrt, gemessen, abgetragen und aufgebaut. Im Mittelpunkt aller Anstrengungen stand das älteste noch erhaltene Bauernhaus Westfalens von 1517. Erstmals wird in diesem Buch umfassend die Geschichte der Hofanlage und damit auch ein Stück westfälischer Kulturgeschichte anschaulich erzählt und reich bebildert.

Lippische Wald- und Forstgeschichte

Von den Anfängen bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts
von Ralf Faber

686 Seiten, Lage 2017, ISBN 978-3-89918-052-7, 24,90 Euro

Das Buch ist ein „Muss“ für jeden Wald- und Naturfreund, für jeden an Geschichte und Umwelt Interessierten und für jeden Lipper: es gibt einen ausgezeichneten Überblick über die lippische Forstgeschichte, beginnend bei den Anfängen der Waldbewirtschaftung und endend mit der Bewältigung der durch den 2. Weltkrieg verursachten Schäden am Wald.

Diese auf jahrelangem Quellenstudium in Archiven beruhende Untersuchung reiht sich hervorragend in die Reihe anderer Monographien zu lippischen Themen ein und schließt eine Lücke über die Geschichte einer Landnutzungsform in Lippe, die heute noch rund 30 % der Fläche des Landkreises Lippe einnimmt.

Familienschätze

Herausgegeben von der Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung e. V.

58 Seiten, Lage 2017, ISBN 978-3-89918-056-5, 4,90 Euro

2015 erschien erstmals, im Zusammenhang mit einer Plakatausstellung, der Band „Familienschätze – Einzigartige Geschichten“. Wir bekamen viele positive Rückmeldungen. Anlässlich des 7. Westfälischen Genealogentags in Altenberge legen wir nur einen zweiten Band mit weiteren interessanten Familienschatzgeschichten vor.
Familienschätze, oftmals gegenständliche Quellen, bilden sehr oft Puzzleteilchen von Handlungskomplexen im Alltag eines Familienmitglieds. Mit der Weitergabe solcher Familienschätze kann man sich ideell in eine andere Zeit und in andere Lebensumstände zurückversetzen, die die eigene Familie geprägt haben. Gleichzeitig ist es möglich, dass durch die Faszination des zunächst banal wirkenden Erbstücks Interesse und Verständnis geweckt oder verschüttete Informationen freigesetzt werden. So manche entdeckte Geschichte zu einem Döschen, einer Suppenkelle oder mit Monogrammen bestickter Wäsche kann in die eigene Familiengeschichtsschreibung eingebunden werden. Wie bereits im erster Band, wurden alle Texte von dem jeweiligen Besitzer eines Familienschatzes verfasst und mit Fotomaterial versehen.