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Berichte aus Barntrup 1840–1879

Pastoralberichte an die Lippische Landeskirche
von Erika Böttcher und Martin Böttcher

136 S., Detmold 2021, ISBN 978-3-89918-084-8, 16,90 Euro

Die Barntuper Pastoren haben in den Jahren 1840 – 1879 „gehorsamste Pastoralberichte“ an die Lippische Landeskirche geschrieben und über ihre Gemeinde berichtet. In diesem Buch lässt sich verfolgen, wie in den Gemeinden gelebt wurde und wie sie sich in diesen 40 Jahren verändert haben.

In Barntrup ist von den damaligen überregionalen intellektuellen und theologischen Auseinandersetzungen kaum etwas zu bemerken. Auch die politischen oder kirchlichen Entscheidungen in Detmold tauchen nur ganz im Hintergrund auf. Die Veränderungen in wirtschaftlichen und sozialen Bereichen werden von außen bestimmt und nicht selbst gestaltet.

Die Menschen und auch die Kirchengemeinde lebten in den gewohnten Ordnungen. Veränderungen wurden hingenommen, die Sorge um das tägliche Brot war vorrangig. So waren die Pfarrer fast die einzigen, die größere Zusammenhänge erfassten und Neues anzustoßen in der Lage waren. Barntrup kann in dieser Hinsicht als repräsentativ für einen Großteil der Lippischen Landeskirche gelten.

Die Texte der Pfarrberichte werden ergänzt durch Ansichten und Bilder von Barntrup sowie durch Stadtpläne und Statistiken aus dem 19. Jahrhundert.

Nordmünsterland: Forschungen und Funde, Band 8

Herausgegeben von der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e. V.

254 S., Lage 2021, ISBN 978-3-89918-082-4, 17,90 Euro

Aufsätze:

  • Manfred Balzer: Abt Castus von Visbek
  • Sebastian Kreyenschulte: Das Bürgertum in einem nordmünsterländischen Kirchspiel 1750–1850. Beobachtungen. Zur Entstehung und Entwicklung der ländlichen Bürgerkultur im nicht- bzw. kleinstädtischen Umfeld
  • Angelika Pries: Von der Gleichschaltung zur Entnazifizierung. Lehrer und Lehrerinnen an den Volksschulen in Rheine 1933 – 1949
  • Peter Ilisch: Schmieden und Schänken. Zur Frage der Standortkontinuität in der Frühen Neuzeit. Eine Fallstudie aus Horstmar
  • Sebastian Schröder: Eine Ordnung schaffen: Der Hörsteler Holzgerichts- und Markenrezess von 1580 („Noitholtinck geholden auer de Horsteler | Woldt vnnd Marcke“).
  • Josef Wermert: Heeker Schlöffken – Aus der frühen Geschichte eines bemerkenswerten Brauches
  • Bernd Hammerschmidt: Entnazifizierung – der Fall des ehemaligen Lengericher Bürgermeisters Steinriede

Nordmünsterland: Forschungen und Funde, Band 7

Herausgegeben von der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e. V.

220 S., Lage 2020, ISBN 978-3-89918-081-7, 17,90 Euro

Aufsätze:

  • Paul Derks: Osning oder Teutoburger Wald: Zur Namen- Geschichte des westfälischen Gebirgszuges
  • Josef Wermert: Die Nienborger Sage vom „Wilden Bernd“. Dichtung oder Wahrheit?
  • Helmut Lensing Josef Hagemann. Vom Hörsteler Heuerlingskotten in den Land- und Reichstag
  • Alfred Wesselmann. Das Wikingerschiff – Eine Jugendzeitschrift aus Lengerich während des Nationalsozialismus
  • Sebastian Schröder. Die Landesbeschreibung des Jacob Paul von Gundling für Tecklenburg und Lingen
  • Josef Bröker. Zwietracht um den Zehnten – Wie die Bauern aus Unseligen Leden bei Ibbenbüren zu ihrem Recht kamen
  • Anke Hackethal. Mortalität während der „Spanischen Grippe“ in Emsdetten 1918/19
  • Gerd-Ulrich Piesch. Die Landwehr auf den Hohner Bergen an der Straße von Sudenfeld nach Lengerich-Hohne

 

Wandern in Horn-Bad Meinberg und Umgebung

Vom Autorenteam der Wandergruppen
Horn-Bad Meinberg (Hg.)

Erscheint am 11. Januar
Detmold 2021, 164 Seiten, ISBN 978-3-89918-078-7, 12,90 Euro

32 Wanderungen rund um Horn-Bad Meinberg führen in die wandervolle lippische Landschaft. Wir streifen durch den Teutoburger Wald, das Eggegebirge, den Schwalenberger oder den Leistruper Wald, erwandern die berühmten Sehenswürdigkeiten Hermannsdenkmal, Silberbachtal und Externsteine und besuchen die pittoresken Städte Detmold, Blomberg und Schwalenberg oder den Norderteich, Donoper Teich und Schieder See. Es zieht uns zu den versteckten Arealen von blühenden Märzenbechern und Bärlauchteppichen – und zur Lavendelblüte in die „Lippische Provence“.

Die Wanderrouten, teilweise in Kurz- (ca. 5 km) und Langversion (ca. 10 km), werden eingehend beschrieben. Viele Routen eignen sich für Ausflüge mit der ganzen Familie.

Einzelne Routen können zur Navigation als GPX-Datei heruntergeladen werden

Auf jüdischen Spuren

Ein Stadtrundgang durch Detmold
von Gudrun Mitschke-Buchholz

Detmold 2020, 3. überarbeitete Auflage,  100 Seiten, ISBN 978-3-89918-080-0, 12,90 Euro

Über Jahrhunderte haben Jüdinnen und Juden das Leben und auch den Wandel der Stadt Detmold mitgeprägt und gestaltet. Wer sich heute auf jüdische Spuren begibt, hat jedoch Mühe, die steinernen Zeugnisse zu finden, die das reiche Kulturerbe vor Augen führen und dokumentieren könnten, denn der größte Teil dieser Lebenswelt wurde zerstört oder deren Spuren verwischt.

In dem vorliegenden Stadtrundgang werden Stätten der religiösen Kultur, Wohn- und Geschäftshäuser aus ehemals jüdischem Besitz und auch Spuren der Entrechtung und Ghettoisierung der jüdischen Bevölkerung gezeigt. Ebenso wird auf die Detmolder NS-Institutionen verwiesen, die für Ausgrenzung, Verfolgung und Deportation der jüdischen Menschen verantwortlich waren.

Eine beiliegende Karte erleichtert auch Ortsfremden die Orientierung. Das Buch liegt in einer dritten, vollständig überarbeiteten und erweiterten Auflage vor.

Nach der Stunde Null

Gründung und Neugründung der politischen Parteien in Lengerich nach dem Zweiten Weltkrieg
von Alfred Wesselmann

204 S., Lage 2020, ISBN 978-3-89918-083-1, 10 Euro

Im Jahr 2020 erinnern wir uns in Deutschland an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren. Mit der Kapitulation des nationalsozialistischen Staates im Mai 1945 ereignete sich ein elementarer Bruch in Politik, Gesellschaft, Kultur und Recht. Die Deutschen mussten nun nach über einem Jahrzehnt der Diktatur Demokratie neu lernen. Dieser demokratische Neuanfang nach 1945 ist aber bisher auf lokaler Ebene kaum näher untersucht worden. Wie etablierten sich welche Parteien vor Ort und wie gestalteten sich die Anfänge des neuen politischen Lebens?

Diese Fragen werden in der vorliegenden Publikation am Beispiel der Stadt Lengerich (Kreis Steinfurt) beantwortet und die Neu-Anfänge der politischen Parteien (SPD, CDU, FDP) in den Blick genommen. In akribischer Kleinarbeit wurden von den Autoren Akten und Zeitungsausgaben durchforstet, um ein Bild der politischen Umstrukturierung und des demokratischen Neuanfangs der ersten Jahre nach der „Stunde Null“ in Lengerich zu zeichnen. Da es bislang nur wenige detaillierte Lokalstudien gibt, stellt diese Untersuchung auch einen wichtigen Beitrag zur Erforschung dieser frühen Phase der Nachkriegszeit in vergleichender Perspektive dar. Somit weist die Publikation weit über die Grenzen Lengerichs hinaus.

Tanz auf dem Vulkan

von Jörg Armin Kranzhoff

Lage 2020, 242 Seiten, ISBN 978-3-89918-079-4, 14,90 Euro

Mysteriöse Überfälle und Leichenfunde sorgen in dem lippischen Dorf Dalborn für Unruhe und auch auf der vermeintlich idyllischen Kanareninsel Teneriffa brodelt es im Untergrund.

Doch was als Dorfkrimi beginnt, hat zunehmend mit Konflikten zu tun, deren Wurzeln bis in die düstere deutsche Vergangenheit reichen.

Ein Polit-Thriller der besonderen Art, brandaktuell, spannungsgeladen und turbulent, mal gefühlvoll, mal bissig-ironisch, immer nahe am Leben und reich an heimischem Lokalkolorit, in dem sich letztlich alles um die Sehnsucht nach Liebe und einem friedlichen Miteinander dreht.

ham und hlar-

Zaun und Hegung in westfälischen Ortsnamen
von Paul Derks

148 S, Lage 2020, ISBN 978-3-89918-076-3, 14,90 Euro

Mit seiner hier vorgelegten detail- und kenntnisreichen Untersuchung „ham und hlâr-. Zaun und Hegung in westfälischen Ortsnamen“ hat der Verfasser, Professor Dr. Paul Derks (Essen), ein die Namenforschung seit Jahrzehnten beschäftigendes Problem endgültig gelöst und damit eine empfindliche Lücke in der niederdeutschen Namenkunde geschlossen.

Der Autor scheute die mühevolle und aufwendige Arbeit nicht, die einzelnen, bisher vorgebrachten Argumentationen zu den beiden Namenwörtern genauestens zu prüfen und zu beurteilen. Das Ergebnis ist eindeutig: Viele Erklärungen von Ortsnamen, die in Heimatkalendern, regionalen Zeitschriften, Stadt- und Ortsgeschichten, aber auch in wissenschaftlichen Periodika und Nachschlagewerken veröffentlicht worden sind, müssen mit dem Erscheinen des vorliegenden Buches umgeschrieben werden und sind vielfach haltlos geworden.

Die vorliegende Schrift ist somit auch ein profundes Lehrstück, in welcher Art und Weise heutzutage Namenkunde methodisch und inhaltlich betrieben werden muss.

 

Tecklenburg um 1750

„Geographia Tecklenburgensis“ und „Bereisungs-Protocollum“ des preußischen Kriegs- und Domänenrats Ernst Albrecht Friedrich Culemann
von Sabastian Schröder

252 S, Lage 2020, ISBN 978-3-89918-075-6, 17,90 Euro

Quod non est in actis non est in mundo – Was nicht in den Akten steht, ist nicht in der Welt:

Aufmerksam notierte daher der preußische Kriegs- und Domänenrat Ernst Albrecht Friedrich Culemann (1711–1756) seine Beobachtungen, die er in den 1740er- und 1750er-Jahren während seiner dienstlichen Reisen in die Grafschaft Tecklenburg machte. Zwei seiner darüber angefertigten Manuskripte haben sich erhalten: Die „Geographia Tecklenburgensis“ und das „Bereisungs-Protocollum der Graffschafft Tecklenburg“.

Beide Handschriften werden hier erstmals zusammen veröffentlicht und in den historischen Kontext eingeordnet. Die Themenvielfalt, die Culemann bietet, ist erstaunlich breit: Einzelschicksale, Wirtschaft und Verwaltung, Gesellschaft und Politik, Religion und Glaube, Landschaft und naturräumliche Bezüge sind nur einige wenige Aspekte, die die Niederschriften Culemanns thematisieren.

Der Leser gewinnt somit einen einmaligen Einblick vom Zustand der Grafschaft Tecklenburg um 1750.