Zivile und militärische Nutzung im Spiegel historischer Fotos
von Konrad Soppa
92 Seiten, Detmold 2026, ISBN 978-3-89918-727-4, 14,90 Euro
Über 60 Jahre lang war das Areal im Detmolder Norden militärisches Sperrgebiet: vom Einzug der Luftwaffe 1935 bis zum Abzug der Briten 1995 hatten Zivilisten so gut wie keinen Zugang. Entsprechend wenig weiß man heute über die Geschichte des Fliegerhorstes – zumal die amtliche Überlieferung in den Archiven lückenhaft ist.
Konrad Soppa nähert sich dem Thema über historische Fotos, Feldpostbelege und andere Artefakte. Er schildert die kurze Zeit des zivilen Verkehrsflughafens (1934/1935) und stellt die für 1935 bis 1945 nachweisbaren militärischen Nutzungen vor: von der Rekrutenausbildung über die Flugzeugführerschulen und den Werftbetrieb bis hin zu den Luftnachrichten-Einheiten.
Eigene Kapitel gelten den Bauten auf dem Kasernengelände, der Landung des japanischen Weltrekord-Flugzeuges „Kamikaze“ im April 1937, dem Luftrüstungs-Projekt „Ta 154“ sowie einem Zeitzeugenbericht vom März 1945.
Seit dem Abzug der britischen Streitkräfte aus Detmold entwickelt sich dort ein neuer Stadtteil. Zum Gelände gehört auch die heutige Kultureinrichtung „Hangar 21“, ein Überbleibsel des ehemaligen deutschen Fliegerhorstes aus der NS-Zeit.
Konrad Soppa ist ein ausgewiesener Kenner der Geschichte der lippischen Luftfahrt.